Krankheiten

 

Das untrüglichste Zeichen dafür dass eine Katze krank ist erkennt man an einem ungewöhnlichen Verhalten und zwar ohne das ein äußerlicher Anlass vorliegt (z. B. Reise, Umzug, zweite Katze im Haus).


Wenn eine sonst temperamentvolle Katze

  • träge und apathisch wird,
  • wenn sie sich verkriecht,
  • nicht mehr spielt - oder
  • wenn sie kläglich maunzend die Gesellschaft des liebsten Menschen sucht,
  • sich aber nicht von ihm anfassen lässt,
  • wenn ihre Augen ständig tränen sie dauernd niest,
  • wenn ihr Fell trotz Körperpflege stumpf und unansehnlich wird,
  • wenn sie stets vergeblich das Katzenklo aufsucht,
  • wenn sie keinen Harn absetzen kann,
  • wenn Durchfall nicht enden will,
  • wenn die Katze mehr als 2 Tage Futter verweigert


- dann steht es mit der Gesundheit der Katze nicht zum Besten. Der Tierarzt sollte die Katze untersuchen.

Bevor man mit der Katze zu ihm geht, sollte man allerdings aufschreiben, was einem an der Katze an verändertem Benehmen und besonderen Anzeichen aufgefallen ist. Aufschreiben ist besser als nur im Kopf behalten. In der Aufregung vergisst man nämlich manches.

Ansteckende Krankheiten der Katze

Katzen sind einer Vielfalt von ansteckenden Krankheiten ausgesetzt. Eine ungeimpfte Katze kann damit angesteckt werden und ernsthaft erkranken. Das kann langwierige Leiden zur Folge haben, wie Lähmungen, Blindheit und sogar den Tod.


Es gibt vier verbreitete Krankheiten des oberen Respirationstraktes: Katzenseuche, Katzenschnupfen, Calicivirus und Chlamydiosis.


FIP

Die FIP-Krankheit ist noch vor Leukose die tödlichste Infektionskrankheit der Katze. Die Erkrankung ist seit etwa 30 Jahren bekannt und befällt Katzen jeder Rasse und jeden Alters. Erreger ist ein besonders aggressives Corona-Virus. Dieses Virus ist weit verbreitet. Nach neueren Untersuchungen ist FIP die Todesursache jeder 8. Katze. Die Mortalität infizierter Tiere ist hoch. Die Sterberate kann bis 77% betragen. Die Erkrankung tritt nur bei Katzen auf.

2 Formen einer Fip
Die Feuchte:

Die klassische, sogenannte feuchte Form der FIP ist oft relativ leicht zu erkennen. Aufgrund ihrer Bauchwassersucht zeigen diese Patienten einen dicken, weichen, flüssigkeitsgefüllten Bauch bei schlechtem Allgemeinzustand und Abmagerung. Im Zweifel gibt oft die Punktion der Bauchhöhle eine schnelle Klärung. In vielen Fällen gelingt es, das FIP-typische gelbe, fadenziehendes Sekret zu gewinnen.
Bei der seltenen  Brustwassersucht beobachtet man in aller Regel schwere Atemnot.

Die Trockene:
Erheblich schwieriger ist das Erkennen der unterschiedlich  trockenen Formen. Das Erscheinungsbild ist hier sehr vielgestaltig. An Symptomen kommen vor, Erbrechen Durchfall, Abmagerung, Augenkrankheiten, Austrocknung, Blutarmut, Gelbsucht, Nervenerkrankungen, Teilnahmslosigkeit, Wechselfieber und weitere. Im Zweifelsfall erfolgt die Diagnose durch Untersuchung einer Blutprobe. Leider kommen hierbei jede Menge uneindeutige Ergebnisse vor, da man nicht die spezifischen FIP-Antikörper, sondern nur allgemein solche gegen Corona-Viren nachweisen kann. Und die relativ harmlosen Corona-Viren sind in der Katzenpopulation im Zunehmen.


Wo kann sich eine Katze damit anstecken?


Jederzeit und überall. Welpen FIP-kranker Mütter infizieren sich schon in der Gebärmutter. Das Virus wird mit Nasensekret, Speichel, Kot und Urin ausgeschieden. Zur Infektion reichen wenige Viren völlig aus. Sie können diese tödliche Krankheit also leicht auch indirekt, z.B. über die Schuhe, durch streicheln fremder Katzen...auf Ihren geliebten Tiger übertragen. Es gibt Katzen, die das Virus ausscheiden, ohne selbst zu erkranken. Diese Tiere sind also völlig unauffällig, stellen aber trotzdem eine tödliche Gefahr für andere Katzen dar. Freigänger stecken sich bevorzugt direkt von Tier zu Tier an. Orte, wo viele Katzen zusammentreffen, sind wahre Seuchenherde. Davon sind leider auch, Tierpensionen und natürlich Tierheime oft  betroffen und somit  eine große Gefahr

Mittlerweile gibt es aber schon eine Impfung gegen FIP die man über die Nase eingegeben wird leider soweit ich in Erfahrung bringen konnte aber auch mit den Forschungen noch nicht  ganz abgeschlossen sind und somit auch noch nicht 100%Sicherheit davor gibt.
(bitte beim Tierarzt unbedingt ansprechen/nachfragen).
Auch wenn man bei  Katzen sagt sie seien geimpft durch Vorbesitzer oder beim Kauf, etc. heißt das nicht, dass sie gegen FIP geimpft bzw. geschützt  ist den leider gibt  es immer noch Tierheime, Pensionen und bei denen sich die FIP-Impfung noch nicht herumgesprochen hat.

Die Katzenseuche
ist sehr ansteckend und kann für Katzen jeglichen Alters tödlich verlaufen. Symptome sind:  Plötzliches Ansteigen von Fieber, Appetitlosigkeit, Austrocknung, Depression, Brechen und Schwindel. Infizierte Katzen können eine verminderte Anzahl von weisen Blutkörperchen aufweisen. Die Todesrate ist hoch.
 
Der Katzenschnupfen
wird von einem Felinen Herpesvirus verursacht. Symptome sind: Niesen, Husten, Lichtempfindlichkeit, Anschwellen der Augenbindehäute (das Augenlid schiebt sich vor) in einem oder beiden Augen, Verstopfung der Augen und der Nase. Depressionen, Appetitlosigkeit und Fieber können ebenfalls beobachtet werden. In den Augen können sich Geschwüre entwickeln, die zu schweren Augeninfektionen bis zur Blindheit führen.
 
Feline Calcivirus

ist ähnlich wie bei uns eine Erkältung. Von einem RNA-Virus übertragen ist die Krankheit resistenter, obwohl die Symptome oft weniger schwerwiegend auftreten. Die Symptome können dieselben wie beim Katzenschnupfen ein; Geschwüre an der Zunge kommen noch dazu. Wenn eine Lungenentzündung ausgelöst wird, ist die Todesrate vor allem bei den Jungtieren hoch.

 
Feline Chlamydiosis
(Lungenentzündung)ist eine Erkrankung, die sich vor allem in den Augen zeigt. Ernsthaft erkrankte Jungtiere haben ganz verschwollene Augen und eine fortgeschrittene Bindehautentzündung. Chlamydia kann sehr behandlungsresistent sein. Kranke Katzen brauchen zur Genesung eine monatelange Antibiotikatherapie.

 
Feline Leukämie
wird von Katze zu Katze in engem körperlichen Kontakt übertragen. Keine Impfung schützt 100%, aber wenn man Jungtiere von Ansteckungsquellen (z.B. Katzen mit Freilauf) fernhält, kann man die Verbreitung der Krankheit eindämmen.
Die Symptome sind sehr verschieden. Bevor Sie Ihre Katze impfen lassen, sollte die Katze einen Bluttest mit FeLV-negativem Resultat aufweisen.
 
Noch ein 2 kleine und vielleicht hilfreiche Tipps bei:

Vergiftung
Wenn Sie glauben, dass sich Ihre Katze vergiftet haben könnte, gehen Sie sofort zum Tierarzt. Nehmen Sie wenn möglich das Gift oder die fragliche Chemikalie gleich mit.

Kleinen Verletzungen
Katzen können sich durch Begegnungen mit anderen Katzen kleinere Verletzungen wie Kratzwunden zuziehen. Diese können Sie zu Hause behandeln. Zunächst kürzen oder rasieren Sie das Fell um die Wunde herum. Dann reinigen Sie die Wunde mit einem geeigneten Desinfektionsmittel, das Sie bei Ihrem Tierarzt bekommen können. Ihre Katze wird wahrscheinlich versuchen, sich die Wunde zu lecken, und das ist auch gut so, denn die antiseptische Wirkung des Speichels beschleunigt den Heilungsprozess. Wenn das Lecken jedoch länger dauert, sollten Sie zum Tierarzt gehen.